regionale Lebensmittel

Essbare Städte in Deutschland – eine Übersicht

Gepostet am Aktualisiert am

Essbare Stadt
Garten für alle
Foto: EmilyStAubert

Mit einem Gruß zurück an die lieben Menschen der Initiative TTPankow und in Hoffnung ihr Anliegen damit unterstützen zu können für uns alle, zitiere ich eine Mail, die uns erreicht hat:

Liebe Akteure der ‚Essbaren Stadt‘,

bei Transition Town Pankow haben wir im Rahmen unserer Arbeit am Konzept für den ‚essbaren Bezirk Pankow‘ eine Recherche zu allen essbaren Städten in Deutschland gemacht. Wir hoffen, dass wir so auf Ideen, Konzepte und Erfahrungen zurückgreifen können, die ihr/ Sie bereits gemacht und erarbeitet haben. Damit die Daten stimmen und in Zukunft auch geändert und ergänzt werden können, haben wir eine Tabelle eingerichtet, die von allen genutzt und bearbeitet werden kann (sie speichert sich automatisch, so dass nicht verloren gehen kann): https://ethercalc.org/deutschland-essbare-staedte
Wir würden uns freuen, wenn ihr/ Sie die Zeile für eure/ Ihre ‚essbare Stadt‘ fertig ausfüllen bzw. verbessern könntet. Außerdem wüssten wir gern, ob es schon ein Netzwerk von essbaren Städten in Deutschland gibt oder ob andernfalls daran Interesse besteht.

Herzliche Grüße zum Jahresende,
eine schöne Zeit und guten Rutsch wünschen allen,
Maike und Clemens (TT Pankow Büro)

 

Advertisements

NDR Reportage „Der Bienenretter“ über zwei Demeterimker aus MV

Gepostet am Aktualisiert am

Äpfel, Erdbeeren, Gurken, Honig: Etwa ein Drittel unserer Nahrung hängt von Pflanzen ab, die von Bienen bestäubt werden. Entsprechend dramatisch ist das weltweite Bienensterben, das Fachleute auf Monokulturen, Parasiten und Pestizide zurückführen. Zwei norddeutsche Imker haben davon genug.

Mirko findet, es solle in jeder Region jeweils Imker unterstützt und finanziert werden, die dafür da sind, dass es den Bienen gut geht (wesensgemäß), dass sie gut leben können. Hartmut hingegen will beweisen, dass es vertretbare Kompromisse gibt, so dass ein*e Imker*in zusätzlich wirtschaftlich arbeiten kann, d.h. eine Familie durch’s Imkern ernähren kann. Mirko weiß:

„Nur, wenn wir weltweit wieder gesunde Bienen züchten, können wir das Überleben der Insekten auf Dauer garantieren!“ Denn wichtiger noch als der Honig ist die Bestäubungsleistung der Bienen. Ohne sie gäbe es 80 Prozent unserer Wild- und Nutzpflanzen nicht.

http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/die_reportage/Der-Bienenretter,diereportage816.html

Küchengeschichten am 26./27. Juni

Gepostet am Aktualisiert am

Die Küchengeschichten gehen in eine neue Runde. Das Thema lautet

Frühe Knollen, Stangen, Blätter, Blüten und Sommerfrüchtchen

Die Vorgabe beinhaltet also alles, was im Frühsommer auf den Tisch kommen kann. Die Natur bietet jetzt eine Vielzahl von Optionen, der Tisch füllt sich mit frischen Produkten aus dem Garten immer reichhaltiger.

Eine wichtige Neuerung ist die Vorgabe von 2 Terminen. Für viele Teilnehmer ist die Woche so angefüllt, dass erst am Freitag Abend die Zeit zum Ausspannen da ist. Der Freitagstermin hat auch einen weiteren Vorteil: die bisheriger Erfahrung zeigt, so ein Abend kann sehr lang werden, es mach einfach viel Spaß und die Teilnehmer haben sich viel zu erzählen. Der Freitagabend hat jedoch auch einen Nachteil: zahlreiche Interessierte fahren da schon über das Wochenende weg und können nicht teilnehmen. Diesen Interessierten bietet jetzt der Donnerstagtermin eine Möglichkeit zur Teilnahme. Wir hoffen auf eine rege Beteiligung und freuen uns auf neue Teilnehmer.

Die Anmeldung erfolgt wie bisher unter der Adresse transitiontownhro@gmail.com oder über die Postadresse des ADFC Rostock, Hornissenweg 9, 18069 Rostock, Stichwort: Küchengeschichten. Entscheidet Euch, ob Ihr Gastgeber oder Gast sein wollt. Von den Gästen brauchen wir Kontaktinformationen, die Anzahl der Teilnehmer, ob Ihr nur in der Stadt oder vielleicht auch außerhalb essen wollt und jetzt neu: an welchem Tag.  Bei den Gastgebern brauchen wir Kontaktinformationen und Ort, die Anzahl möglicher Gäste und auch hier: an welchem Tag wollt Ihr Eure Tür öffnen. Bitte meldet Euch bis zum 14.06.2014 an, die Zulosung und Information erfolgt am 16.06.2014. Danach können alle Teilnehmer gemeinsam Ihren Abend vorbereiten und gestalten.

Zum Schluss noch eine kleine Bitte an alle Teilnehmer: wir sind an Euren Rezepten und Erfahrungen interessiert. Langfristig soll eine kleine Sammlung entstehen, aus der sich viele Menschen bedienen können. Wer mag, kann auch ein Foto von dem fertigen Gericht zuschicken.

Sollten jetzt noch Fragen offen bleiben, können diese jederzeit an transitiontownhro@gmail.com gerichtet werden.

Update: Das ursprüngliche Datum war leider falsch. Die Küchengeschichten finden am Donnerstag 26. und Freitag 27. Juni statt.

Küchengeschichten im Juni

Gepostet am Aktualisiert am

Die nächsten Küchengeschichten finden im am Freitag, dem 27. Juni, statt. Alle, die schon einmal daran teilgenommen haben wissen bereits, dass dieses Ereignis eine wunderschöne Gelegenheit ist, sowohl neue Menschen als auch neue Gerichte kennenzulernen.

In den letzten Monaten wurde ich bereits gefragt, was haben die Küchengeschichten mit Transition Town zu tun. Die Antwort darauf ist sehr vielfältig, so wie auch die Idee hinter den Küchengeschichten mehrere Ziele vereint. Transition Town definiert sich über das Ziel einer lebendigen Gemeinschaft. Dazu gehört, sich mit Menschen aus der Stadt zu vernetzen, einander kennenzulernen, sich auszutauschen, Gemeinsamkeiten zu entdecken und zu Wissen, wer mir in einer konkreten Situation weiterhelfen kann. Durch die zufällige Zuordnung der Teilnehmer zu den einzelnen Gruppen besteht die Chance, Menschen zu treffen, denen der einzelne in seinem täglichen Netzwerk nicht begegnet. Das eigene Netzwerk wird größer, vielfältiger und interessanter.

Unsere Ernährungsgewohnheiten haben sich seit Jahren von dem natürlichen Angebot entfernt. Wir genießen die ständige Verfügbarkeit verschiedenster, auch empfindlicher Lebensmittel. Diesen Luxus kannten unsere Vorfahren nicht. Gegessen wurde, was die Natur zu dieser Zeit hergab oder was bis zu diesem Zeitpunkt lagerfähig war. Damals war der Energieaufwand für Handel und Lagerung deutlich niedriger. Heute reden wir von Klimawandel und teuerer Energie, sind aber nur sehr begrenzt bereit, uns freiwillig geeigneten Anpassungen zu unterwerfen. Und in vielen Fällen fehlt auch das Wissen dazu. Hier greift die Vorgabe saisonaler Themen. Gegessen wird, wie bei unseren Vorfahren, was die Saison gerade anbietet. Wer sich aber ein armseeliges „Gegessen wird was auf den Tisch kommt!“ vorstellt, sollte sich ruhig eines besseren belehren lassen.

Das fehlende Wissen hält heute viele Menschen davon ab, Lebensmittel zu verwenden, die nicht hoch verarbeitet sind. Durch die gemeinsame Auswahl, das gemeinsame Zubereiten und auch gemeinsame Essen lernen die Teilnehmer untereinander, was alles möglich ist. Viele Gerichte werden auch erst an dem Tag ausprobiert, die Rezepte wurden vorher recherchiert. Die Küchengeschichten garantieren auch hier einen wunderschönen Lerneffekt. Egal ob Zubereitung, Kombination mit anderen Lebensmitteln, Lagerung oder Weiterverarbeitung, für jeden ist etwas dabei.

Der wichtigste Punkt an den Küchengeschichten fehlt noch. Es soll Spaß machen und es macht Spaß. Die Gerichte schmecken, im Team kommt zumeist etwas wundervolles heraus. Der Abend geht zumeist länger als vorher geplant, es gibt viel zu erzählen. Die Personen sind sehr unterschiedlich, im „normalen“ Leben würden sich der eine und andere nicht so treffen. Aber hier liegt ein großer Anreiz. Alle Teilnehmer öffnen sich einer Vielfalt, die belebend, anregend, motivierend ist. Wer Rob Hopkins in seinen Interviews zuhört, erfährt, dass in seinen Augen genau dies ist, was eine erfolgreiche Transition Town Bewegung ausmacht. Und hier schließt sich der Kreis. Wer Transition Town leben und erleben möchte, hat mit den Küchengeschichten einfach eine wunderschöne Gelegenheit dazu.

Ralf

Pressemitteilung zu den Wahlprüfsteinen 2014

Gepostet am Aktualisiert am

rathaus

Über die Wahlprüfsteine haben wir ja bereits die zur Wahl stehenden Personen mit einem offenen Brief informiert. Nun haben wir — gewissermaßen als Vorankündigung der Antworten — VertreterInnen der lokalen Presse informiert. Darunter sind sowohl Print- wie Online-Medien, Rundfunkt und Fernsehn, ehrenamtlich und kommerziell Arbeitende, ausschließlich für Rostock berichtende sowie außerdem überregional arbeitende Medien, Agenturen und FreiberuflerInnen.

Hier nun unsere Pressemitteilung:

PM zum Offenen Brief mit Wahlprüfsteinen zur Kommunalwahl 2014

 Sehr geehrte Damen und Herren,

mit diesem Anschreiben möchten wir Sie als Vertreter der Presse auf die Wahlprüfsteine der Transition Initiative Rostock zur anstehenden Kommunalwahl am 25.5.2014 aufmerksam machen. Für den angehängten Fragenkatalog haben wir bei etwa 100 gesellschaftlich aktiven und kommunalpolitisch interessierten Gruppen Rostocks angefragt und erwarten bis zum 9. Mai 2014 Antworten der Kandidierenden.

Transition Initiative Rostock: Als RostockerInnen der 2013 gegründeten lokalen Initiativgruppe einer insgesamt weltweiten Transition-Town-Bewegung versuchen wir die Notwendigkeit eines gesellschaftlichen Wandels deutlich zu machen und setzen uns für den Übergang (Transition) hin zu einer postfossilen, relokalisierten, entschleunigten Wirtschaft und Lebensweise ein. Mehr erfahren Sie auf unserer Internetpräsenz[1].

Zusammen mit Fragen, die aus dieser Transition Initiativgruppe auftraten, hat unsere Arbeitsgruppe den mitgesendeten Katalog erstellt. Diese Fragen stellen wir Ihnen hiermit gerne vorab zur Verfügung. Bitte beachten Sie, dass wir alle Informationen unter der „CC BY 4.0“-Lizenz[2] veröffentlichen; das bedeutet insbesondere freie Veröffentlichung mit Quellennennung.

Sobald wir von den Kandidierenden bzw. Fraktionen Antworten erhalten haben, — als Einsendeschluss ist Freitag, den 9. Mai 2014 vorgegeben — möchten wir Sie wieder informieren. Haben Sie Interesse?

Angeschrieben haben wir bisher folgende Adressaten am 25. April 2014 per Email und am 28. April 2014 postalisch:

• Alternative für Deutschland
• FDP Fraktion
• AUFBRUCH 09 für Vielfalt und Mitbestimmung
• Fraktion der SPD der Hansestadt Rostock
• Bündnis 90/Die Grünen – Bürgerschaftsfraktion Rostock
• Fraktion FÜR Rostock
• Graue für Rostock e.V.
• Wählergruppe Rostocker Bund
• CDU-Fraktion der Bürgerschaft der Hansestadt
• DIE LINKE. Fraktion in der Bürgerschaft Rostock

Leider haben wir von Einzelkandidaten (aussen Vor- und Zunamen von dreien) keine öffentlichen Kontaktdaten in Erfahrung bringen können, weshalb diese bisher von unserer Seite noch keine Anschreiben erhalten haben. Für Nachfragen sind wir gerne für Sie da[3]. Aktuelles erfahren Sie auf unserer Internetpräsenz unter dem Stichwort „Wahlprüfsteine2014″[4].

[1] https://transitiontownrostock.wordpress.com/uber-transition/
[2] https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/
[3] info@TransitionTownRostock.org oder transitiontownhro@gmail.com
[4] https://transitiontownrostock.wordpress.com/tag/wahlprufsteine2014/

Der Vollständigkeit halber hier die Wahprüfsteine2014 Pressemitteilung als PDF-Datei und auch hier die Wahlprüfsteine2014 und das Wahlprüfsteine2014 Musteranschreiben jeweils als PDF-Datei.

Offener Brief mit Wahlprüfsteinen 2014 an Kandidierende

Gepostet am Aktualisiert am

rathaus

Folgenden offenen Brief haben wir an die Kandidieren der Fraktionen geschickt sowohl postalisch als auch per Email), die sich bei der kommenden Kommunalwahl am 25. Mai 2014 aufstellen haben lassen. Leider war es uns nicht möglich auch von den Einzelkandidierenden Kontaktadressen in Erfahrung zu bringen. Diese mögen sich bei Interesse bitte bei uns melden bzw. sich insbesondere mit diesem Brief angesprochen fühlen.

Offener Brief mit Wahlprüfsteinen zur Kommunalwahl 2014

Sehr geehrte <Fraktion>,

für die kommende Wahlperiode möchten Sie das Lebensumfeld für in Rostock lebende Menschen politisch aktiv mitgestalten. Für diese Bereitschaft möchten wir uns zuerst einmal sehr bedanken. Damit sich RostockerInnen ein besseres Bild von Ihnen machen können, bitten wir Sie um Antworten zu den nachstehenden Fragen — den sogenannten Wahlprüfsteinen — bis zum Freitag, den 9. Mai 2014.

Wer sind wir? Als RostockerInnen der 2013 gegründeten lokalen Initiativgruppe einer insgesamt weltweiten Transition-Town-Bewegung versuchen wir die Notwendigkeit eines gesellschaftlichen Wandels deutlich zu machen und setzen uns für den Übergang (Transition) hin zu einer postfossilen, relokalisierten, entschleunigten Wirtschaft und Lebensweise ein.

Wir haben bei etwa 100 gesellschaftlich aktiven und kommunalpolitisch interessierten Gruppen Rostocks Fragen gesammelt. Diese sind natürlich besonders gespannt auf Ihre Antworten. Um die Bedingungen für alle Befragten möglichst gleich zu gestalten, bitten wir Sie folgendes Schema einzuhalten:

1.) Kernantwort
Für eine Übersicht bitten wir um eine knappe Stellungnahme mit nicht mehr als 200 Zeichen je Standpunkt. Längere Antworten werden abgeschnitten. (Dieser Absatz besteht aus 185 Zeichen.)

2.) Erläuterung
Für eine ausführlichere Stellungnahme können Sie bei Interesse einen erklärenden Text je Standpunkt hinzufügen, der allerdings nicht mehr als 800 Zeichen umfassen soll. Alternativ können Sie stattdessen auch eine Audio- oder Video-Antwort zur Verfügung stellen, die dann aber jeweils nicht länger als 45 Sekunden sein soll. Auch hier gilt: Längere Antworten werden abgeschnitten.

Die im Anhang mitgeschickten 19 Fragen werden wir zusammen mit Ihren Antworten auf unseren Seiten im Internet veröffentlichen, an die angefragten Initiativen weiterleiten und interessierten JournalistInnen freigeben. Wir hoffen, dass
das in Ihrem Sinn ist.

Für Nachfragen sind wir gerne für Sie da. Wir bedanken uns für Ihre Zusammenarbeit und wünschen viel Erfolg für die
anstehende Wahl.

Mit freundlichen Grüßen
Kristine Karstens, Björn Hahn, Tommy Pitsch.
AK Wahlprüfsteine für Transition Town Initiative Rostock
Anhang: 19 Fragen als Wahlprüfsteine (4 Seiten)

Das Schreiben „Wahlprüfsteine2014 Musteranschreiben“ als PDF-Datei, sowie die Fragen selbst „Wahlprüfsteine2014“ als PDF-Datei.

Gemeinschaftlich getragene Landwirtschaft startet als „Bunte Höfe“

Gepostet am Aktualisiert am

5.4. Kartoffeln legen bei 9°C
5.4. Kartoffeln legen bei 9°C. Boden schonend ohne „schweres Gerät“ (Bild: Ralph Vogel)

Es war leichte Arbeit trotz 9°C und etwas Regen. Eine Rostocker SoLawi (Solidarische oder gemeinschaftlich getragene LandWirtschaft) startet nun mit ca. 30 Personen, die entweder nur Ernteanteile nehmen oder auch mal mit anpacken. Der Name: „Bunte Höfe“.

In MV ist das ein Signal: Dieses Bundesland hat rund 400 Tierfabriken, also z. B. bei Hühnern Stallanlagen mit 180 000 bis 900 000 Tieren pro Durchgang. Ein Durchgang dauert bei Masthähnchen 35 Tage. Dann wird „ausgestallt“: Ab in die Schlachthöfe. Nacht für Nacht fahren da 40-Tonner auf schmalen Landstraßen durch die Dörfer. Und weitere Anträge werden genehmigt. Viele Hindernisse für die Landwirtschaft sind bekannt. Die Bodenpreise sind astronomisch geworden. Die industrielle Produktion wird offenbar als Geschäftsmodell ausgeweitet, oft von Investoren, die nicht aus MV kommen. Um den Zustand des Landes geht es dabei überhaupt nicht. Export wird angestrebt, Umweltschäden bleiben geleugnet, Fleisch-Qualität ist überhaupt kein Thema (weil es sie nicht gibt). Einsprüche von Anwohnern werden von den Ämtern nicht zu Ende bearbeitet. Im Zweifel erhält der Unternehmer Sondergenehmigungen, z.B. um kontaminiertes Abwasser in die Gegend ableiten zu dürfen. Die wenigen Amtspersonen der Gewerbeaufsicht sind tatsächlich überfordert, nicht entsprechend ausgebildet oder eingeschüchtert durch Klagen der Investoren.

Dagegen möchten wir die ökologisch verantwortbare Landwirtschaft stärken. Kinder sind dabei; sie behalten auf Jahrzehnte einen Begriff davon, was bäuerliche Arbeit und gute Produkte seien. Mich beeindruckte die Selbstverständlichkeit, mit der neulich sechs kleinere Kinder aus dem Kreis der Bunten Höfe draußen am Mittagessen teilnahmen: Pellkartoffeln aus eigener Ernte mit Butter. Sie griffen herzhaft zu. Kein Ketchup, keine Pommes, nichts extra Gesüßtes. Diese Einstellung auch der Erwachsenen erscheint im Moment wie ein Tropfen auf dem heißen Stein. Aber alles findet mehr und mehr Interessenten, weil sehr viele Menschen an Bio denken, weil in den Medien Bio wenigstens ein Thema ist. Da in MV 50% der Bio-Supermarkt-Angebote weite Wege hinter sich haben und bis zum Konsumenten — ähnlich wie schon bei konventionellen Handelsketten — mitunter mehrere „Stationen“ durchlaufen, ist Obacht geboten.

Original von: Ralph Vogel